Es ist schon eine Weile her seit unserem letzten Post - wir haben unsere verdienten Ferien genossen. Während sich Nicole Zürich und Genf erkundet hat, genoss ich meine Zeit in New York. Doch jetzt sind wir zurück im Schulalltag und die Maturaarbeit steht ganz oben auf unserer Liste: Das Interview mit dem Theater Basel am 4.Mai rückt näher und näher.
So haben Nicole und ich den "freien" Nachmittag genutzt um uns intensiv darauf vorzubereiten.
Was wir heute erreicht haben: Zuerst steuerten wir die Elektronikhändler in Baden an, um ein Diktiergerät sowie Speicherkarten für dieses und die Filmkamera zu besorgen. Technisch ausgerüstet fanden wir unseren Weg zurück zur Schule, wo wir uns eine Kamera (Canon EOS 650D) ausliehen. Diese testeten wir, während wir uns an die Fragen für die Interviews machen - mit einem eher ernüchternden Fazit, aber dazu später mehr.
Das Aufnahmegerät allerdings tätigt tolle Stimmaufnahmen (ausser man verstellt es so wie wir aus versehen).
Den Rest des Nachmittags widmeten wir den Fragen. Dabei stellten wir in einem ersten Schritt "Leitfragen" auf, mit denen wir festhalten wollen, was uns am Thema "Vor - und Nach der Ballettkarriere" interessiert. Anhand dieser Fragen werden wir in einem zweiten Schritt spezifischere Fragen für die Einzelnen Interviewpersonen ausarbeiten.
Die Fragen lauten wie folgt:
Allgemein:
- Kurz Vorstellen (Name, Alter, Wohnort, wo tanzt sie etc.
- In welchem Alter entschieden Sie/ du dich für den Balletttanz? Wie kam es dazu?(Eltern, Freunde, von selbst)
- Wie wurde aus einem Hobby etwas Professionelles? (Entdeckt worden, gepusht worden?)
- Wie oft trainieren Sie/du in der Woche? Wie viele Stunden am Tag? Wie sieht ein Training aus? (Vergangenheitsform für nach der Karriere)
Ballett ist...
- ...Schädlich für den Körper
- ...nur etwas für dünne (man isst nichts)
- ...nur etwas für reiche
- Wirst du oft mit solchen Vorurteilen konfrontiert? Haben solche Mythen deine Entscheidung, Ballett zu Tanzen, je beeinflusst?
Vor der Karriere:
- Verzichtest du bereits auf Dinge in deinem Privatleben?(Freizeit, Freunde, Familie, Partys, Alkohol, Essen?) Glaubst du, aufgrund des Ballettes manchmal etwas zu verpassen? Wenn ja, wie gehst du damit um bzw. zweifelst du dann am Tanz?
- Gehst du zur Schule? Wo?(öffentlich, TaZ) Ist man flexibel von Seiten der Schule und unterstützt dich?
Wie wichtig ist dir die Schule? Leiden deine Leistungen darunter? Bleibt dir Zeit für die Hausaufgaben, lernen etc.? - Befasst du dich trotz Chance auf eine Ballettkarriere mit dem Thema Zukunft? Suchst du dir eine Lehre bzw. willst du Studieren? Wie stehen deine Eltern zu deiner Entscheidung?
- Unterstützen dich deine Eltern? Wie? (Psychisch, Finanziell etc.) Wie sieht es mit Freunden aus? Bleibt dir Zeit für ein ausgeprägtes Sozialleben?
- Wie sieht es mit Aufführungen aus, bei denen das gelernte präsentiert wird: Beanspruchen diese viel Zeit?(Wochenende?) Sind sie eher ein Spass oder entsteht Druck?
- Wie gehst du mit Fehlern, zum Beispiel bei einer Aufführung, um? Wie mit Kritik? Wer ist dein grösster Kritiker?
- Thema Konkurrenzdruck: Wie gehst du damit um, eine von vielen zu sein? (Gibt noch so viele andere junge Tänzerinnen) Vergleichst du dich damit? Vergleichen deine Lehrer dich?
- Was ist der grösste Ansporn, sein Leben nach dem Tanz zu richten?
Wo siehst du dich in 5 Jahren? Was ist dein grösstes Ziel?
Nach der Karriere:
- Vorstellen (Verheiratet? Kinder? Beruf?)
- Werdegang erzählen (Wo Angefangen? wo überall getanzt? Für wen? Wie entdeckt? Wann Entdeckt?
- Haben Sie damals eine Lehre absolviert oder Studiert, oder sich voll und ganz dem Ballett gewidmet? Wieso? Wieso nicht? (Heute anders machen?)
- Wieso haben Sie aufgehört? (Eigener Beschluss? Körper? 3.Person?) bzw. wenn noch am tanzen: Wann, denken Sie, werden Sie die "Bühne verlassen"?
- Hat Ihr Privatleben unter Ihrem Beruf gelitten? Fehlte ihnen die Zeit für ihre Familie, Freund etc.? Kam jemals Kritik aus ihrem Umfeld? (Zu wenig Zeit?)
- Fühlten Sie sich durch das Tanzen je eingeschränkt?
- Wer hat Sie bei der Verwirklichung Ihres Traums unterstützt? Würden Sie sich heute mehr Unterstützung (z.B aus privatem Umfeld) wünschen?
- Konnten Sie vom Ballett gut Leben? (Finanzen) Hat die Frage nach dem Einkommen Ihre Entscheidung, Ballett zum Beruf zu machen, in irgend einer Weise beeinflusst?
- Fanden, bzw. finden, Sie sich während Ihrer Karriere jemals in einem "Tief" wieder? Wurde Ihnen das Trainieren jemals zu viel? Wie gehen Sie mit Kritik um? Wer ist Ihr grösster Kritiker?
- Welche Körperlichen Tribute fordert das Ballett? (Gelenke, Füsse)
Wie sieht es mit dem Thema Ernährung aus? (Einschränkungen etc.) - Wenn Sie noch einmal .... Jahre Alt wären, würden Sie den selben Weg noch einmal einschlagen? (Wieso? Wieso nicht?) Hat Ihnen Ballett das gegeben, was sie sich erhofft/vorgestellt hatten? Was ist Ballett heute für Sie?
Des Weiteren haben Nicole und Ich uns überlegt, das wir bis zur Zeit der Zwischenpräsentation einen Trailer gestallten möchten, der erste Ausschnitte aus unserem Filmmaterial zeigt und "gluschtig" auf unsere Arbeit macht.
Ausserdem möchten wir die jungen Mädchen der Tanzschule gerne fragen, was ihr grösster Traum ist, und dies Ebenfalls in unserem Film verwenden.
Was uns heute Schwierigkeiten bereitet hat: Die Kamera, eine Canon EOS 650D, bereitete uns leider etwas Schwierigkeiten. Wir haben diese während dem Ausabreiten unserer Filme laufen lassen, über eine Zeitspanne von etwa 2 Stunden hinweg. Beim betrachten des "Filmmaterials" fiel uns leider auf, dass diese maximal 4 MG aufs Mal aufnehmen kann und dann für einen kurzen Moment stoppt. Dies ist nicht tragisch, jedoch versuchen wir dieses Problem zu beseitigen.
Ausserdem konnten wir noch immer keinen Termin mit Anjuli Castelli abmachen, da diese einen extrem vollgepackten Zeitplan hat. Wir hoffen natürlich, dass sie in nächster Zeit ein Stündchen für uns findet.
Was wir als nächstes tun werden: In einem nächsten Schritt werden wir aus den "Leitfragen" Personenspezifische Fragen ausarbeiten. Wir werden weiter mit den Kameras üben, besonders mit den (Dreh-)Stativen, und auch unser Diktiergerät noch einige Male ausprobieren.
Ausserdem gilt es, einen Filmtermin für die Ballettstadt Luzern zu finden.
Zuerst geniesse ich aber einen - verdienten - freien Abend, bevor all die anderen Aufgaben und Projekte die zur Zeit anstehen wieder meine Aufmerksamkeit beanspruchen.
Bis dahin wünsche ich einen schönen Abend
Elena Kuhn
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